Die andere Seite des Sumpfes
Alexis, Mayerlis und Demian sind drei Jugendliche, die in Olaya leben, einem marginalisierten Ortsteil der kolumbianischen Küstenstadt Cartagena de Indias, gelegen in einem sumpfigen Gebiet, das »La Cienaga de la Virgin« genannt wird. Ihrer harten, durch Entbehrungen und einem ständigen Überlebenskampf geprägten Alltagswelt, versuchen sie mit Hilfe ihrer begierigen Imagination zu entfliehen. Auf diese Weise gelingt es ihnen, einen Raum aufzubauen, in dem sie geschützt vor der sie umgebenden Agonie in ihre Träume eintreten und ihre Sehnsüchte erleben können. Der Film erzählt einen Tag des Lebens in ihrem Stadtviertel, gesehen mit den Augen der drei Protagonisten. Ein Tag, der sie zur Flucht aus dem Alltag in eine phantastische Welt des Tanzes führt, wo sie die Freiheit entdecken, die sie suchen.
Der Film ist das Ergebnis eines Projektes, das im Juni 2007 in Cartagena de Indias stattgefunden hat. 16 Jugendliche aus Olaya und El Pozon, zwei der ärmsten Stadtviertel Cartagenas, nahmen an einem Workshop teil, in dem sie zunächst das Konzept, das Drehbuch und die gesamte Vorproduktion des Filmes entwickelt haben. Anschließend haben sie das Konzept in einer Woche Dreharbeit in ihren Stadtvierteln umgesetzt. Alle erforderlichen Teamfunktionen, von der künstlerischen Leitung bis zu den Darstellern, wurden von den Jugendlichen – begleitet und angeleitet durch Simon J. Paetau, Tim Travers-Hawkins und Juan David Soto Taborda - selbst übernommen. Die Dreharbeiten erfolgten in den Gemeinden, in denen die Jugendlichen leben, und die Geschichte basiert sowohl auf harten Fakten als auch auf den hier zum Ausdruck gebrachten Träumen.
Kurzfilm, Kolumbien 2007, 19 Minuten






